Der Freelander TD4-e Stop/Start
(Land Rover Freelander Bildergalerie)
Mit dem Freelander TD4_e wird das neue intelligente Stop/Start-System von Land Rover vorgestellt.
- Bei Verwendung des Standard-Euro 4-Fahrzyklus bietet das System einen um 0,8 Litern pro 100 km (6,7 Liter/100 km) sparsameren Kraftstoffverbrauch und reduziert den CO2-Ausstoß um 8 %* (179g/km).
- Eine neue Gangwechselanzeige zeigt an, wann ein höherer Gang sparsameres Fahren ermöglicht.
- Die Stop/Start-Technologie beeinträchtigt weder die typische Robustheit noch die Bandbreite von Fähigkeiten eines Land Rover.
- Das Stop/Start-System wird Mitte Mai 2009 in allen Freelander TD4 Fahrzeugen mit Schaltgetriebe serienmäßig und ohne Aufpreis eingeführt.
Der neue Freelander TD4_e ist das bisher sparsamste Fahrzeug von Land Rover. Mit dem neuen intelligenten Stop/Start-System ist der Freelander TD4_e das erste Serienfahrzeug, das Ergebnisse aus dem e_Terrain Technologies-Programm von Land Rover zur Entwicklung nachhaltiger Technologien integriert.
Der CO2-Ausstoß des Freelander TD4_e wird, wenn man den Standard-Euro 4-Fahrzyklus betrachtet, im Vergleich zu dem bisherigen Freelander TD4 mit Schaltgetriebe um 8 % reduziert. Fährt man ausschließlich im Stop und Go des Stadtverkehrs haben Land Rover Techniker sogar eine Ersparnis von 20% gemessen.
Die Verbesserung von 8 % CO2-Emissionen entspricht einer Reduzierung von 15 g/km beim Freelander TD4 mit 6-Gang Schaltgetriebe (194 g/km auf 179 g/km). Der Kraftstoffverbrauch wird von 7,5 Litern auf 6,7 Liter pro 100 km gesenkt. Dies bedeutet eine Einsparung von 0,8 Litern Kraftstoff pro 100 km, d.h. fast 11%.
Weitere Vorteile werden durch eine neue Gangwechselanzeige, eine Verbesserung der Software für das Antriebsstrangsystem und optimierte Reifenmerkmale einschließlich eines geringeren Rollwiderstands geboten.
Land Rover Managing Director Phil Popham erläutert: „Der Freelander TD4_e mit Stop/Start-System ist das erste Produktionsfahrzeug, das von dem beachtlichen Entwicklungsprogramm in Höhe von 700 Mio. Pfund Sterling profitiert, die Jaguar und Land Rover in umweltverträgliche Technologien investieren. Ab Mitte Mai 2009 wird die Stop/Start-Funktion bei allen Freelander TD4 Modellen mit Schaltgetriebe bei unveränderten Listenpreisen zur Standardausführung gehören.“ Stop/Start-System
Das neue Stop/Start-System von Land Rover senkt den Kraftstoffverbrauch bei Stadtfahrten und in stockendem Verkehr. Das Fahrzeug schaltet den Motor unter entsprechenden Bedingungen automatisch ab, was zu einer vollständigen Eliminierung der Auspuffemissionen führt und Kraftstoff spart, der ansonsten von dem stehenden Fahrzeug im Leerlauf verbraucht werden würde. Der Motor springt jedoch sofort wieder an, wenn der Fahrer weiterfahren möchte.
Außerdem wird durch ausgereifte Regelmechanismen gewährleistet, dass durch das Stop/Start-System weder die Bedürfnisse des Fahrers noch die Anforderungen des Fahrzeugs eingeschränkt werden. Damit der Motor abgeschaltet wird, muss das Fahrzeug bei eingelegtem Leerlauf stehen und das Kupplungspedal darf nicht betätigt werden. Zum erneuten Starten muss der Fahrer lediglich die Kupplung betätigen und der überarbeitete Anlasser startet den Motor. Sobald der erste Gang eingelegt wird, kann die Fahrt fortgesetzt werden.
Das Stop/Start-System wird beim Einschalten der Zündung automatisch aktiviert. Am Armaturenbrett befindet sich jedoch ein Schalter, mit dem der Fahrer das System auf Wunsch ausschalten kann.
Zusätzliche Kraftstoffeinsparungen
Zusätzlich zu dem intelligenten Stop/Start-System bietet der Freelander TD4_e eine Reihe weiterer Neuerungen, die dabei helfen, den Kraftstoffverbrauch und den CO2-Ausstoß zu senken. Eine neue Gangwechselanzeige in der Instrumentengruppe zeigt dem Fahrer an, wann ein höherer Gang ein sparsameres Fahren ermöglicht. Dies wird mit Hilfe des vollständig berechneten Motorkennfelds des Freelander TD4_e bestimmt.
Verbesserungen der Software für die Antriebsstrangsysteme des Freelander TD4_e ermöglichen CO2-Vorteile, ohne die berühmte Leistungsfähigkeit des Land Rovers zu beeinträchtigen.
Die Ingenieure von Land Rover arbeiten außerdem gemeinsam mit Reifenlieferanten daran, den Kraftstoffverbrauch durch geringere Rollverluste zu senken. Die Reifenmerkmale einschließlich des Rollwiderstands werden für das gesamte Spektrum der für die Freelander Modelle erhältlichen Reifengrößen optimiert.
Nähere Informationen zum Land Rover Stop/Start-System
Hinter dem Stop/Start-System verbirgt sich ein umfassendes Konstruktionsprogramm, das eine überraschend große Zahl der Fahrzeugsysteme und -komponenten betrifft.
Verbesserter Stop/Start-Betrieb
Die Land Rover Ingenieure haben hart daran gearbeitet, die Kultiviertheit des Motors zu erhalten. Das bei einigen Dieselmotoren auftretende Moment des Motors beim Abstellen wird beim Freelander TD4_e durch geregeltes Schließen der Drosselklappe und lineares Abschalten der Kraftstoffzufuhr reduziert. Durch das Deaktivieren des Generators während des Abschaltverfahrens wird die Motorlast verringert. Ein ruhiges Abstellen wird außerdem durch eine Softwareänderung und eine überarbeitete Motorkalibrierung unterstützt, während das Wankmoment beim Anlassen durch das optimierte Motoraufhängungskonzept und das inhärente Tuning des Freelander vermindert wird.
Kompromisslose Haltbarkeit
Eine größere Zahl an Stop/Start-Zyklen während der Lebensdauer des Freelander TD4_e führt zu einem stärkeren Verschleiß der beteiligten Fahrzeugkomponenten. Daher machte sich das technische Team des Freelander eine bessere Haltbarkeit dieser Komponenten zur Priorität. Aus diesen Bemühungen resultierten ein neuer, hoch belastbarer Anlassermotor, ein neues Tellerrad, eine neue Reibungssteuerscheibe für das Zweimassen-Schwungrad sowie eine Batterie mit absorbierender Glasmatte (AGM-Batterie).
Diese neuen Merkmale garantieren die charakteristische Land Rover Leistung des Freelander TD4_e in jedem Gelände sowie einen allzeit schnellen und zuverlässigen Systembetrieb.
· Überarbeiteter Anlassermotor
Es wird erwartet, dass die Beanspruchung des Anlassermotors während der Lebensdauer des Freelander TD4_e durch die häufigere Stop/Start-Aktivität um das Dreifache steigt. Daher wurden eine Reihe von Änderungen vorgenommen, um die Haltbarkeitsansprüche an den 2-kW-Anlassermotor des Fahrzeugs zu berücksichtigen. Um die Verschleißfestigkeit des Anlasserelektromagneten zu erhöhen, werden beträchtlich verbesserte Schmierfettdichtungen und ein neues, robustes Kupfer-Wolfram-Kontaktmaterial in der gesamten TD4_e-Serie eingesetzt.
· Neues Tellerrad
Bei allen TD4_e-Modellen wird ein neues Tellerrad verwendet, das der erhöhten Startfrequenz standhält. Es ist am Motorschwungrad montiert und kommt bei jedem Anlassen des Motors mit dem Anlassermotor in Kontakt. Das neue Tellerrad ist zur besseren Haltbarkeit aus härterem Stahl mit mehr als 25 % zusätzlichem Kohlenstoff hergestellt.
· Reibungsscheibe des Zweimassen-Schwungrads
Freelander Dieselmodelle mit Schaltgetriebe waren schon immer mit einem Zweimassen-Schwungrad für ein ruhiges Laufen des Motors beim Anfahren, Anhalten und bei niedrigen Drehzahlen ausgestattet. Für den Freelander TD4_e wurde eine neue Reibungssteuerscheibe aus Polyetheretherketon (PEEK) entwickelt. Diese hält das Siebenfache des Drucks der Abgangsscheibe aus, um bei einer höheren Häufigkeit wiederholten Startens für ein gleichmäßigeres Fahrverhalten zu sorgen.
· AGM-Batterie
Eine neu entwickelte Technologie, die absorbierende Glasmatten (AGM) verwendet, bietet ein günstigeres Entlade- und Ladeverhalten sowie einen geringeren Batterieverschleiß unter viel stärkerer Belastung. Zwischen den neuen AGM-Batterieplatten befinden sich unter Druck stehende feine Glasfaservliese. Dies verlängert die Lebensdauer der Batterie auf zwei Arten: Die Batteriesäure kann unter größerem Druck normal arbeiten und die Platten werden mechanisch abgestützt, was zu einem geringeren Batterieverschleiß führt.
Intelligente Technologien
Die Ingenieure von Land Rover konzentrieren sich beim Freelander TD4_e insbesondere auf die Einführung intelligenter, sinnvoller Technologien. Wenn die Stop/Start-Technologie den Motor bei stockendem Verkehr häufig abschaltet, bleiben Merkmale und Technologien des Fahrzeugs wie Unterhaltungssysteme, Klimaregelung, Bluetooth-Verfügbarkeit, Fahrerinformationen und andere elektronische Funktionen kompromisslos einsatzbereit. Technologien wie das neue Spannungsqualitätsmodul, das Batterieüberwachungssystem, der Bremsvakuumsensor und das erweiterte Klimaregelungssystem wurden entwickelt, um einen ununterbrochenen Service bei abgeschaltetem Motor zu gewährleisten.
· Spannungsqualitätsmodul
Das Spannungsqualitätsmodul hält entscheidende Fahrzeugsysteme, Sicherheitsfunktionen sowie den Insassenkomfort aufrecht. Es führt den elektronischen Fahrzeugkomponenten während des Stop/Start-Betriebs eine konstante Spannung zu. Damit ist gewährleistet, dass wichtige Funktionen während des plötzlichen Abfalls der Ampereleistung der Batterie ununterbrochen verfügbar bleiben. Diese Technologie beruht auf einem Gleichstromwandler, der niedrige Spannungen, die während eines Stops auftreten, für kurze, jedoch entscheidende Zeiträume von einer bis fünf Sekunden in eine stabile höhere Spannung umwandeln kann.
· Batterieüberwachungssystem
Dieses System überwacht den Ladezustand der Batterie, damit die Stop/Start-Funktion zuverlässig arbeitet. Die Technologie misst ständig Faktoren wie das natürliche Nachlassen der Batterieleistung, die Umgebungstemperatur, die Lade- und Entladeaktivität und die Spannung. So ist garantiert, dass genügend Leistung für einen effektiven Stop/Start-Betrieb verfügbar ist. Wenn eine dieser Variablen zu stark abfällt, wird die Stop/Start-Funktion ausgeschaltet und der Motor läuft weiter, bis wieder eine höhere Batterieleistung verfügbar ist.
· Bremsvakuumsensor
Das Bremssystem des Freelander kann auf beträchtliche Vakuumreserven zurückgreifen. Diese Reserven können sich jedoch aus verschiedenen Gründen, z. B. aufgrund der Betätigung des Bremspedals bei ausgeschaltetem Motor, erschöpfen. Wenn die Vakuumreserven aufgebraucht sind, werden der Servobremsenbetrieb und die Bremspedalkräfte beeinträchtigt, was in bestimmten Fällen zu einem beträchtlichen Anstieg der erforderlichen Bremskraft führt. Zur Abhilfe sind alle Freelander TD4_e Modelle mit einem Bremsvakuumsensor ausgestattet. Wenn die Vakuumreserven soweit zurückgehen, dass die Bremspedalkräfte beeinträchtigt werden, schaltet das System die Stop/Start-Funktion aus, bis das Bremsvakuum wieder hergestellt ist. Somit wird der Erhalt der Bremspedalkräfte gewährleistet.
· Besseres Klimaregelungssystem
Am Klimaregelungssystem des Freelander TD4_e wurden mehrere Änderungen vorgenommen, um den Insassenkomfort zu gewährleisten und ein Beschlagen der Scheiben bei Stop/Start-Situationen zu verhindern. Eine wesentliche Änderung besteht in der Einführung einer Zusatzwasserpumpe. Bei herkömmlichen Fahrzeugen wird die Wasserpumpe zusammen mit dem Motor abgeschaltet. Bei den TD4_e-Modellen fließt das Kühlmittel nach dem Abstellen des Motors jedoch weiter und sorgt bei entsprechenden Außenbedingungen für eine konstante Temperatur im Fahrgastraum. Das Klimaregelungssystem überwacht die Fahrgastraumtemperatur und hält die Lüfterdrehzahl auf einer Stufe aufrecht, bei der der Ladezustand der Batterie auch bei abgeschaltetem Motor erhalten bleibt. Unter äußerst heißen oder kalten Bedingungen, bei längeren Stops oder wenn einer der Insassen während eines Stops eine höhere Lüfterdrehzahl wählt, springt der Motor wieder an, wenn dies für den Insassenkomfort erforderlich ist. Die Verdampfertemperatur, die das Beschlagen der Scheiben beeinflusst, wird ebenfalls überwacht. Das überarbeitete Klimaregelungssystem kühlt den Verdampfer nach Bedarf in regelmäßigen Abständen, um ein Beschlagen bei stockendem Verkehr zu mindern. Das System betätigt die Windschutzscheiben-Defrosterklappen. Wenn der Verdampfer nass ist, bleibt die Klappe nach einem Motorneustart einige Sekunden geschlossen, bis der Dampf abgeführt wurde. Dadurch wird das Beschlagen der Windschutzscheibe reduziert.
Land Rover e_Terrain Technologies™
Der Freelander TD4_e ist Teil eines umfassenden Programms von Land Rover für „grüne“ Technologien, in dessen Rahmen das Unternehmen die Verringerung von Emissionen und die häufigere Verwendung von umweltfreundlichen Technologien in den kommenden Jahren anstrebt. Hierbei handelt es sich um einen wichtigen Teil der Investition von 1 Milliarde Euro in umweltverträgliche Technologien von Jaguar und Land Rover.
Die Ingenieure von Land Rover arbeiten an einer Reihe fortschrittlicher Antriebstechnologien und Leichtbaustrukturen, um auf diese Weise Klassenbestwerte bei den CO2-Emissionen zu erreichen. Gleichzeitig macht Land Rover aber keinerlei Abstriche bei seiner Philosophie: Auch die Modelle der Zukunft müssen eine größtmögliche Bandbreite an Fähigkeiten besitzen. Die berühmte Leistungsfähigkeit der Land Rover Fahrzeuge in jedem Gelände könnte durch einige der spannenden neuen Antriebsstrangtechnologien, wie den in diesem Jahr auf der British International Motor Show in London angekündigten Hinterachs-Elektroantrieb (Electric Rear Axle Drive, ERAD), sogar noch gesteigert werden.
Das ehrgeizige Programm des Unternehmens zur fortlaufenden Reduzierung der CO2-Emissionen erstreckt sich weit in die Zukunft. Beispielsweise entwickelt Land Rover gemeinsam mit dem Technology Strategy Board (TSB) der britischen Regierung Hybrid- und andere „grüne“ Technologien für die Zukunft unseres Planeten. Quelle: Land Rover
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