| Mittwoch, den 26. November 2003 um 16:31 Uhr | |||
Range Rover: die ModellgeschichteMangelte es den meisten Geländewagen lange an Komfort und einem eleganten äußeren, so änderte sich dies im Juni 1970 mit Erscheinen des Range Rover. Der Neuling wurde praktisch über Nacht zum Inbegriff des komfortablen und luxuriösen Geländewagens. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Der Range Rover begründete eine ära moderner, vielseitig verwendbarer Offroad-Automobile, die die Vorteile von Gelände- und Straßenfahrzeug, Kombi und Limousine in sich vereinigen. Nach wie vor schätzen Autofahrer in aller Welt neben der besonders gelungenen Kombination aus hoher Geländetauglichkeit und exzellentem Straßenkomfort vor allem die Aura des Range Rover: Typisch für das Spitzenmodell der Marke Land Rover ist die einzigartige Mischung aus Understatement und Luxus. So verwundert es nicht, dass dem Range Rover die Ehre zuteil wurde, als erstes Auto überhaupt im Pariser Louvre ausgestellt zu werden. Die aktuelle, im vergangenen Jahr präsentierte dritte Generation führt die Range-Rover-Tradition fort und trägt gleichzeitig den Ansprüchen an ein modernes Vielzweckfahrzeug des 21. Jahrhunderts Rechnung. Range Rover - Urvater der komfortablen und luxuriösen GeländewagenIm Juni 1970 wurde der Range Rover erstmals vorgestellt. In der Presse stieß der Neuling auf große Begeisterung - er avancierte binnen kürzester Zeit zur Verkörperung des komfortablen und luxuriösen Geländewagens. Die geniale Idee für einen Offroader, der uneingeschränkte Geländegängigkeit mit hohem Komfort auf der Straße kombiniert, ist jedoch streng genommen viel älter. Schon Anfang der fünfziger Jahre wünschte sich der "Vater des Land Rover", Maurice Wilks, ein Geländefahrzeug, das auch auf der Straße eine gute Figur macht. Der damalige Projektname: Road Runner. Doch nach ersten, wenig Erfolg versprechenden Prototypen verschwand das Projekt zunächst wieder in den Schubladen der Land-Rover-Entwicklungsabteilung.Den nächsten Anlauf starteten die Ingenieure Mitte der sechziger Jahre. Der Schlüssel zur Realisierung des Konzepts: Anstelle der damals gebräuchlichen Blattfedern wurden an den robusten Leiterrahmen Federbeine mit Schraubenfedern und Stoßdämpfern montiert. Diese ermöglichten eine präzise und ausgewogene Fahrwerksabstimmung. Beim Antrieb sorgten der berühmte 3,5-Liter-Aluminium-V8 sowie der permanente Allradantrieb für Souveränität. Nebenbei bemerkt: Es war der Range Rover, der den permanenten Allradantrieb in Serienfahrzeugen hoffähig machte. Die erste Generation: ein Verkaufserfolg von Beginn anZwar verfügte der Ur-Range-Rover Anfang der siebziger Jahre noch nicht über solche Attribute wie Servolenkung oder elektrische Fensterheber - der Begeisterung für die 150 km/h schnelle Neuerscheinung tat dies jedoch keinen Abbruch. Trotz des relativ hohen Preises herrschte vom Start weg eine rege Nachfrage, und die Produktion stieß an ihre Kapazitätsgrenze.1982 feierte Land Rover seinen 100.000. "Range", und fünf Jahre später wurden mit 20 815 Einheiten erstmals mehr Range Rover als Land Rover verkauft. Ein Jahr zuvor steigerte ein zusätzlicher 2,4-Liter-Dieselmotor die Attraktivität des Fahrzeugs. Weitere Technik-Highlights, die im Range Rover der ersten Generation Einzug hielten, waren 1992 eine Luftfederung sowie eine elektronische Traktionskontrolle. Im selben Jahr wuchs der Radstand - Hubraum und Leistung des V8 stiegen auf 4,2 Liter und 149 kW/202 PS. Damit war Land Rover der Konkurrenz, die sich in diesem Segment mittlerweile ebenfalls stark engagierte, erneut voraus. Bis zu seiner Einstellung im Jahr 1996 - der Range Rover der Serie I wurde unter dem Beinamen "Classic" noch für zwei Jahre nach Einführung der Neuauflage weiterverkauft - entstanden insgesamt 317 615 Einheiten. Die zweite Generation: Fortsetzung der ErfolgsgeschichteDer im Herbst 1994 vorgestellte Nachfolger konnte auf den ersten Blick als Range Rover identifiziert werden. Unter der klassischen Linie seines Aluminiumkleides steckte indes ein komplett neues Auto, das bei gleicher Geländetauglichkeit noch komfortabler auf der Straße unterwegs war. Ein neu konstruiertes Chassis mit einem stabileren und crashsichereren Leiterrahmen, leichtere und robustere Starrachsen sowie eine weiterentwickelte Luftfederung machten es möglich.Unter der Haube standen erstmals zwei Benziner und ein Turbodiesel zur Auswahl. Die zwei V8-Triebwerke mit 4,6 Liter (165 kW/224 PS) bzw. 4,0 Liter Hubraum (137 kW/186 PS) erlaubten Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 200 km/h. Als interessante Alternative erwies sich der 100 kW/136 PS starke und besonders sparsame 2,5-Liter-Turbodiesel-Reihensechszylinder, der ebenso wie die aktuelle Motorenpalette der dritten Range-Rover-Generation von BMW stammte. Dass die Neuauflage auch bei den Kunden gut ankam, belegen die Produktionszahlen: So verließen 1997 erstmals mehr als 30 000 Einheiten die Range-Rover-Montage in Solihull. Dritte Generation setzt neue MaßstäbeIm Dezember 2001 startete Land Rover in seinem Werk Solihull die Fertigung der dritten Generation des Range Rover. Planung und Entwicklung des Modells begannen, als Land Rover noch Teil der BMW Group war. Das neue, von Ford eingesetzte Management unter Leitung von Bob Dover führte das Projekt fort. Wie bereits die erste Range-Rover-Generation von 1970 fährt auch das aktuelle Modell mit permanentem Allradantrieb und Zentraldifferenzial. Souveräne Fahrleistungen garantieren ein 4,4-Liter-V8-Ottomotor (286 PS) sowie ein 3,0-Liter-Sechszylinder-Turbodiesel mit Common-Rail-Einspritzung (177 PS), beides Mitbringsel aus dem Hause BMW. Sowohl Benziner als auch Selbstzünder sind serienmäßig mit einem modernen, elektronisch gesteuerten Fünfgang-Automatikgetriebe kombiniert.Absolute Neuheiten in der Range-Rover-Baureihe sind die selbsttragend ausgeführte Karosserie und die Einzelradaufhängung ringsum an Stelle der traditionellen Starrachsen. Die weiterentwickelte Luftfederung erlaubt eine Erhöhung der Bodenfreiheit im Gelände auf bis zu 28 Zentimeter und eine starke Verschränkung der Achsen. Zur Serienausstattung des neuen Range Rover gehören ferner die elektronische Stabilitätsregelung Dynamic Stability Control (DSC) und die Hill Descent Control (HDC), die bei Bergabfahrten das Tempo auf Schrittgeschwindigkeit reduziert. Die Geländeuntersetzung lässt sich während der Fahrt per Knopfdruck aktivieren. Luxus und Ausstattung nach WunschKeine Wünsche offen lässt die Ausstattung des Land-Rover-Flaggschiffs. Dafür sorgt zum einen das 2003 eingeführte Programm Range Rover "Autobiography", mit dem Käufer ihr Fahrzeug perfekt auf ihre persönlichen Wünsche abstimmen können. Range Rover Autobiography bietet eine Vielzahl an Farben, Materialien und Ausstattungsdetails, um sowohl die Karosserie wie den Innenraum ganz nach individuellem Geschmack zu gestalten.Die Spitze der Range-Rover-Modellpalette markiert zum anderen seit über 20 Jahren die Luxusausführung "Vogue". Die Tradition der edlen Vogue-Ausführung begann 1981 mit einer auf 1000 Stück limitierten Sonderserie, die ausschließlich als Rechtslenker in Großbritannien verkauft wurde. Erkennungsmerkmale dieser speziellen Range Rover waren die Lackierung in einem vornehm-eleganten Dunkelblau-Metallic sowie eine für die damalige Zeit außergewöhnlich luxuriöse Serienausstattung. Die erste Vogue-Serie war so erfolgreich, dass diese Topausstattung kurz darauf auch in Europa, in den USA und der Golfregion angeboten wurde. In verschiedenen Märkten hatten die Vogue-Modelle den höchsten Marktanteil innerhalb der Range-Rover-Palette. Selbstverständlich wird die Vogue-Tradition auch beim neuen Range-Rover-Modell fortgeführt. Seit Mitte 2003 steht die Top-Variante in Deutschland zur Verfügung, die die Passagiere mit zahllosen Annehmlichkeiten verwöhnt. Quelle: Land Rover
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